Kreativrausch am BG Gallus!

Die Bregenzer SchülerInnen waren gemeinsam mit der SUPRO kreativ tätig.

Außergewöhnliches fand in den beiden letzten Februar-Wochen am Bundesgymnasium Gallus in Bregenz statt. Vier vierte Klassen setzten sich intensiv mit den Themen „Konsum und Sucht“ auseinander und nahmen an kreativen Workshops des SUPRO-Projekts „Reflect and Act!“ teil.

An den insgesamt fünf Workshops nahmen über 100 SchülerInnen teil und erweiterten ihre Kompetenzen im Umgang mit Medien und reflektierten, passend zur Fastenzeit, ihr eigenes Konsumverhalten. Ob Fotostory, Erklärvideo, Videoreportage, Hörspiel oder Zeitung – die Jugendlichen arbeiteten voll motiviert in Kleinteams an ihren Projekten. Hier findest du die Clips.

Themen nah an Lebenswelt

Wie breitgefächert das Thema ‚Konsum’ ist, zeigte sich deutlich in den Herangehensweisen der SchülerInnen. „Wir wussten, dass ‚Konsum’ viele Aspekte bietet und waren trotzdem überrascht, wie schnell die Jugendlichen Themen fanden, die ihrer Lebenswelt entsprechen. Sie haben sich dabei mit sich selbst und ihrer Umwelt auseinander gesetzt, dass war sehr schön und interessant zu beobachten“, berichtet Workshop-Leiterin Cornelia Müller. Themen der Jugendlichen waren unter anderem Anwendungen wie WhatsApp und Facebook, genauso auch der Umgang mit dem Smartphone, Sport, Ernährung, Schönheitsideale, Markenkleidung oder Substanzen wie Zigaretten oder Alkohol.

Spannende Workshops

Beim Tabletop-Workshop standen den SchülerInnen ein selbst gebasteltes ‚Puppentheater’ aus einer Schuhschachtel und gezeichneten Figuren zur Verfügung um ihre Geschichte zu erzählen. Sie fotografierten Szene für Szene und montierten die Fotos mit ihren Stimmen zu einem Videoclip zusammen. „Mir gefiel der Workshop, weil wir gelernt haben wie man Bilder zusammenfügt und einen Ton dazu hinterlegt. Ich fand es gut, dass ich kreativ sein konnte und mir selber etwas überlegen durfte“, erzählt Teilnehmer Karim. Einige Meter weiter dachten sich SchülerInnen Erklärvideos aus, die sie mit einfachen Zeichnungen und Collagen animierten und anschließend vertonten. „Zuerst haben wir über das Thema Konsum geredet und uns damit auseinander gesetzt. Wir haben uns dann ein Thema ausgesucht, dazu einen Text geschrieben und Bilder gemacht. Zum Schluss haben wir die Bilder passend zu den Szenen ins Bild geschoben und den Ton hinzugefügt“, erklärt Christopher den Ablauf des Workshops. Im Hörspiel-Workshop entstand großes Kopfkino. „Zu Beginn machten wir einige Hörübungen, danach haben wir  Zungenbrecher aufgenommen und angehört um zu lernen, wie deutlich man in das Mikrofon sprechen muss“, berichtet Teilnehmerin Nadine über die Herausforderungen bei der Hörspiel-Produktion. Die Jugendlichen überlegten sich Geschichten, die sie mit eigenen Dialogen, Geräuschen und Musik, zu einem Audio-Kunstwerk zusammenfügten. Umfragen und Berichte produzierten die SchülerInnen im  Zeitungs- und Videoreportage-Workshop. Die SchülerInnen tauchten ein in das Leben eines Journalisten und setzten sich mit unterschiedlichen Themen auseinander. „Wir machten eine Videoreportage zum Thema WhatsApp, dieses Thema haben wir uns selber ausgesucht. Wir recherchierten am Computer und konnten Interviews auch außerhalb der Schule machen. Ich fand es gut, weil es mal was anderes war und man nicht nur in der Klasse sitzt“, erzählt Julia vom Videoreportage-Workshop.

Begleitet wurden die Medientage von MitarbeiterInnen der SUPRO – Werkstatt für Suchtprophylaxe. „Wir fördern die Sozial- und Medienkompetenzen der Jugendlichen. Gleichzeitig nutzen wir die kreativen Werke für unsere Präventionsarbeit“, so Projektleiter Johannes Rinderer. Die spannende Woche wurde durch eine Exkursion zum Medienhaus vervollständigt.

Große Begeisterung

Die Ergebnisse können sich sehen und hören lassen und wurden diese Woche den SchülerInnen und Eltern präsentiert. Begeistert von den Leistungen war neben den Workshop-Coaches Cornelia Ammann, Felix Kalaivanan, Lukas Wagner, Cornelia Müller, Martin Onder, Christian Rettenberger, Johannes Rinderer, Svitlana Tretiak, Monika Bader und Annika Viktorin auch die Lehrerin Elisabeth Keckeis, die die Projektwoche koordinierte.

Infos:

Realisiert werden konnten die Workshops im Rahmen des Projekts „Reflect and Act!“ durch Mittel des Fonds „Gesundes Österreich, dem Fonds „Gesundes Vorarlberg“ und der VGKK.

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